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Kapitel 6(Ariean)

~Bills Sicht~

Geschockt reiße ich die Augen noch weiter auf! Wer da steht sind nicht Tom und Georg wie erwartet, nein, es ist David! Ich krieg gleich nen Anfall, was sollen wir jetzt machen, was hellt er nun von uns, ich will es lieber nicht wissen! Ah, ne, warum ausgerechnet David, warum, warum? Das ist doch alles nur Spaß, Hilfe! S.O.S. unser Produzent hält uns für Schwul!!! Wir spielen das doch nur!!!

 

Oh, je, ich muss wohl wie nen Auto geguckt haben, jedenfalls spüre ich, dass du mit deinem Blick sagen will, dass ich lieber schnell was sage, sonst denkt David sonst noch was von uns und das will ich doch auch lieber vermeiden!!!!

„Guck nicht so doof David!“ gebe ich schnell von mir und merke, wie du erleichtert ausatmest. . „Ihr wisst ihr sollt mit einem alten Mann wie mir keine Scherze mehr treiben. Was ich eigentlich sagen wollte, ist das wir morgen schon um 10 Uhr aufbrechen müssen. Also nix mit ausschlafen. Sagt bitte den anderen Beiden noch bescheid und nicht verschlafen. Habt ihr verstanden.“ David sieht wieder normal im Gesicht aus, da bin ich aber froh! Er würde es, falls wir echt schwul WÄREN (!!) zwar nicht sagen, aber trotzdem, ich glaube er wäre doch ganz schön geschockt, wenn er’s jetzt beim spielen schon war!

Als er den Raum verlässt müssen wir erst mal total lachen, so dass ich sogar fast vom Bett falle. Es ist ein belustigendes Lachen, was sich darüber lustig macht, dass David so etwas überhaupt nur gedacht hat, aber dieses Lachen ist auch voller Erleichterung, ihn überzeugt zu haben, dass er einem glaubt und dass die Situation überstanden ist!

„Und, was wollen wir jetzt machen?“ frage ich dich, als wir uns wieder einigermaßen erholt haben und du schlägst vor, rüber zu den `Turteltauben´ zu gehen. Mit einem Fetten grinsen stehen wir vor der Tür, hinter der Tom und Georg sein müssten, und klopften an. Nach kurzer Zeit macht Georg, der  so verstrubbelte haare hat, dass es nur extra sein kann, uns die Tür auf und wir betreten immer noch fett grinsend das Zimmer. Und berichten, dass wir von David erfahren haben, dass wir morgen um 10 Uhr aufbrechen müssen „....er konnte es euch nicht persönlich sagen, da er euch nicht stören wollte“ beendest du das Ganze und lächelst mir triumphierend zu, so dass ich auch lächeln muss. Ach sind wir fies, ach hast du ein süßes lächeln! Aus, den Gedanken bitte gleich wieder entfernen Bill! Sofort!

„Georg, es kommt keiner mehr rein, du kannst die Tür jetzt ruhig zu machen!“ sage ich, als ich bemerke, dass die Tür immer noch offen steht. „Und Gustav, hallo?? Lebst du noch?? Aufwachen!!! Erde an Gusti, jemand zu Hause?? Gustav! Gustav!!“ versuche ich dich aus deinen Tagträumen zu reißen, bis es schließlich klappt! „Na endlich ich hab dich schon die ganze Zeit gerufen!“ versuche ich gespielt tadelt zu sagen, muss dann aber doch grinsen. Nachdem du fragst, was denn los sei, klärt dich Tom mit seinem Checkerlächeln auf. Ja. ja, unser Gusti, der Tagträumer *gg*, dafür scheinst du jetzt wieder voll da zu sein! „Ich dachte ihr wollt heute mal alleine sein?“ fragst du keck zurück, worauf die beiden erst mal überlegen müssen, was du damit jetzt meinst. Als es ihnen einfällt, meinen sie nur, dass das ausnahmsweise mal klar ginge. Da sie anscheinend sowieso in dem Spiel gerade etwas neben der Rolle stehen und nicht führen, heben wir das druckmittel mal lieber auf! Vielleicht wird es uns später noch viel bessere Dienste erweisen, als nur son Spielchen, was zwar lustig und auch etwas ernst ist, aber dennoch nur nen Spiel, zu gewinnen! Wir beschließen in einen nahe gelegenen Club zu gehen und sogleich mache ich mich auf den Weg, mich fertig zu machen.

Punkt 18 Uhr machen wir uns auf den Weg in nen Club, den Tom ausgesucht hat. Ein recht guter, wie es scheint, denn viele sind schon da und auch schon ne ganze menge hübscher Mädels! Vielleicht....! Mensch, jetzt bin ich ja schon so wie Tom! Auf das Nivou will ich dann doch nicht sinken, abschleppen dann doch lieber nicht! Jedenfalls nicht heute! Heute werde ich nur Flirten, vielleicht lenkt mich das ein bisschen von den Gedanken an dich ab und vielleicht bringt es mich wieder zur Vernunft! Georg bringt immer wieder neue Drinks und ich bin ich schon recht schnell angeheitert und begebe mich zu einer recht süßen Braunhaarigen, und flirte wie das Zeug hält. Ich lade sie auch zu nem Dring ein, was sie dankend annimmt und schließlich tanze ich, trotz meiner untalentierten Tanzader, mit ihr. Was soll’s, das ist sowieso nur für diesen Abend und einmal darf man ja wohl auch noch Spaß haben!

Ich trinke immer mehr bunte Sachen, mal grün, mal orange, mal rot, immer verschieden. Ich spüre, wie die Brünette mich in Richtung Ausgang zieht und ich lasse mich leiten. Draußen fängt sie an, mich zu küssen und ich gehe drauf ein, doch sie zieht mich weiter, in Richtung Hotel. Benebelt wie ich war gehe ich immer weiter mit ihr, denke an nix und spüre auch nix! Meine Sinne sind total benebelt.

Plötzlich wird mir schlecht! Ich reiße mich von der Brünetten los, renne zurück in den Club und da aufs Klo. Gerade noch rechtzeitig schaffe ich es, mich über eines zu beugen, dann muss ich mich auch schon übergeben. Als endlich, nach ner Ewigkeit, wie mir scheint, alles aus meinem Magen raus ist, was je drinnen war, gehe ich torkelnd zum Spiegel und sehe in mein bleiches Gesicht. Mir ist immer noch leicht schwummerig und sehe auch noch alles leicht verschwommen, darum nehme ich schnell ne Handvoll Wasser und klatsche sie in mein Gesicht. Puh, jetzt geht’s mir gleich viel besser! Einglück wurde mir schlecht, sonst wäre ich jetzt mit der Brünetten, dessen Namen ich noch nicht mal weiß, im Bett gelandet und ich hatte mir ja auch gesagt, dass ich das nicht wollte!

Erleichtert gehe ich wieder aus dem Klo raus und suche die Anderen, aber den einzigen den ich finde, ist Georg. Tom und Gustav sind wohl schon weg. Georg meint, dass er noch etwas bleiben will und so lasse ich ihn auch. Mir reicht es für heute.

Müe mache ich mich auf den Weg und bin froh, als ich schließlich in meinem warmen kuscheligen Bettchen liege. Selig schlafe ich ein.

„Mach die verdammte Musik aus!“ rufe ich verzweifelt, als plötzlich `When september ends´ lautstark ertönt, bis mir einfällt, dass es nur mein Handywecker sein kann. Verschlafen schaue ich auf die Uhr. Halb 9 und um 10 Uhr geht’s los, na super! Mit dröhnendem Kopf gehe ich ins Bad, dusche und schminke mich und mache mich dann auf den Weg nach unten um etwas zu essen und nach einem Aspirin zu fragen. Anscheinend bin ich der Erste der wach ist, denn weit und breit sind die Anderen nicht zu sehen.

Nachdem ich mir ein Brotchen gegönnt habe, und die Kopfschmerzen dank des bekommenen Aspirins, langsam wieder sinken, mache ich mich auf den Weg, um die Schlafmützen zu wecken. Normalerweise bin ich ja nicht der Typ Mensch, der mit dem ersten Weckerklingeln aufsteht, aber heute komischerweise schon. Dafür schläfst du anscheinend noch, der doch sonst als erste um 8 Uhr früh, am Tisch sitzt und dir Gemeinheiten ausdenkst, wie du uns wecken kannst. Heute muss ich wohl deinen Job übernehmen!

Laut klopfe ich an Toms Tür, so lange bis ein genervtes `Steh ja schon auf´ ertönt, denn reingehen will ich nach Gesternabend lieber nicht, wer weiß, was fürn Mädel mich sonst noch schäl angucken würde?! Bei Georg mache ich es genauso, und bei dir auch, nur dass sich da nach dem Tausendsten Klopfen immer noch keiner gemeldet hat und ich schließlich doch vorsichtig die Tür öffne. Niemand! Gähnende lehre herrscht hier und es sind auch keine Anzeichen, dass du heute Nacht überhaupt hier warst! Verwundert über diesen Vorfall mache ich mich auf die Suche nach dir und gehe den Flur weiter gerade aus. Vielleicht bist du ja im Bad vom Nachbarflur?

 

 

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