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Kapitel 46 (Ariean)

~Bills Sicht~

Eine Zeit lang schaue ich noch auf die Tür, durch die David gerade verschwunden ist. Die Stimmung, die wir gerade aufgebaut hatten existiert nicht mehr, stattdessen ist nun eine angespannte und von Wut getränkte Atmosphäre da. Toll, es war gerade so schön, doch jetzt ist mir die Lust vergangen- wie weggewischt von David, der sich ohne jede Rücksichtsnahme ins unser Privatleben eindrängen will. Ich hasse ihn, zumindest in diesem Moment, denn auch wenn ich dich gerade davon abgehalten habe, ihn weiter anzubrüllen und voll zu meckern, habe ich genau das gleiche bedrängende Gefühl im Bauch, dass er uns so nicht akzeptieren will. Wenn das so ist, dann soll er das bitte gleich sagen, und uns nicht mit strafenden, herablassenden Blicken und Kommentaren zeigen, wie abstoßend er uns findet. Überhaupt, jeder normale Mensch, der uns in so einer Situation vorgefunden hätte, wäre entweder beschämt weg gegangen, oder hätte gespannt. Zwei Möglichkeiten, aber er hatte eine dritte und wie ich finde äußerst unverschämte gewählt und bei mir macht er sich damit nicht gerade beliebt.

„Komm, lass uns hoch gehen, ich muss duschen!“ Das meine Erregung trotz dieser Störung noch nicht völlig geschrumpft ist, ist deutlich zu sehen, aber trotzdem habe ich keinen Nerv mehr dazu, einfach hier zu bleiben und dort weiter zu machen, wo wir aufgehört haben. Das kann ich nicht, denn ich fühle mich noch immer so, als stände David in der Tür und würde jeder unserer Bewegungen genaustens analysieren.

Ich stehe auf, schließe meine Hose wieder und schaue dich erwartungsvoll an. Ein genervtes Stöhnen entweicht deinem Mund, doch letztendlich richtest du dich zu mir auf und wir machen uns gemeinsam auf den Weg nach oben. Keiner von uns sagt ein Wort und vielleicht ist das gerade auch gut so. Es würde eh nichts gescheites dabei heraus kommen, so wie auch in dir gerade der Zorn gegen David lodern muss. Es bringt nichts, sich noch weiter mit diesem Geschehnis aufzuheizen und sich immer mehr in die Situation rein zufahren. Wenn wir jetzt darüber reden würden, dann wären wir die ganze Zeit damit beschäftigt, und gegenseitig immer weiter gegen David aufzuschaukeln und das wäre bestimmt nicht das Schlauste. Außerdem habe ich mir die Zeit, die ich alleine mit dir verbringe, irgendwie anders vorgestellt.

Du folgst mir auf mein Zimmer und während ich mir frische Sachen raussuche, die ich nach dem Duschen anziehen will, setzt du dich auf mein Bett und schaust mir dabei zu. Trotz des Geschehnisses kann ich es nicht lassen, diese Tatsache einfach zu ignorieren und so breche ich kurzer Hand meine Suche nach passenden Klamotten ab, beginne schwungvoll mit den Hüften zu kreisen und drehe mich dabei langsam zu dir um. Dein Blick ist echt zu geil und am liebsten hätte ich laut losgelacht, doch ich verkneife es mir mit größter Mühe und fahre unbeirrt fort mit meinem Spielchen. Grinsend fahre ich mit einer Hand unter mein T-Shirt und streife es langsam, Stück für Stück hoch, während ich weiterhin die Hüften kreise. Ohne Musik ist das alles zwar etwas seltsam, aber dich scheint das nicht sonderlich zu interessieren. Deine Wut, die dich bis eben noch beherrscht hatte, scheint nun verdrängt worden zu sein, denn wie gebannt starrst du mich und meine Bewegungen mit großen Augen an.

Mit einem Ruck ziehe ich mir das Shirt über den Kopf und werfe es an die Seite, ohne darauf zu achten, wo es landet. Dann mache ich mich an den Gürtel, was kein leichtes unterfangen ist, während man immer noch versucht die Hüftbewegung beizubehalten, doch letztendlich kriege ich auch die Schnalle gelöst. Der Hosenknopf gleitet sanft durch sein Loch und auch der Reißverschluss öffnet leicht abwärts.

Meine Hose fällt nieder und mit zwei Schritten habe ich mich aus den Hosenbeinen befreit. Nun stehe ich nur noch in Boxershorts vor dir. Erwartungsvoll schaust du mich an.

Grinsend lecke ich über meine Lippen und komme langsam auf dich zu. Vor dir bleibe ich stehen, dann wächst mein Grinsen jedoch und mit beiden Händen drücke ich dich nach hinten in meine Kissen. Vorsichtig knie ich mich über dich. Ich kann deutlich fühlen, dass dich meine Aktion nicht kalt gelassen hat und so stütze ich meine Hände links und rechts von deinem Kopf und beuge mich langsam zu dir runter. Mein schwarzes Haar fällt mir um die nackten Schultern und streift so als erstes dein Gesicht, bevor mein Mund bei deinen sündhaften Lippen ankommt und ich sie mit meinen verschließe.

Die Leidenschaft strömt durch meinen Körper und auch in mir merke ich die ansteigende Erregung, als du mein Gesicht festhältst und mir neckisch in die Unterlippe beißt, doch nur kurz lasse ich mich auf das Spiel ein. Mit großer Überwindung gebe ich mir schließlich einen Ruck und stehe auf, laufe zurück zum Schrank, schnappe mir meine Klamotten und gehe in Richtung Tür, um mein Vorhaben, zu duschen, zu vollbringen.

„Hey Bill, so geht das aber nicht!“ Dein empörter Unterton lässt mich nur noch mehr grinsen, als ich es sowieso schon tue. Ich weiß, das war gerade ziemlich sadistisch von mir, aber ich konnte nicht anders. Das war mein Vorhaben und mein Ziel von Anfang an gewesen und auch wenn ich mich am Schluss selber überwinden musste, dies durchzuziehen, habe ich es geschafft.

„Komm doch mit!“, werfe ich dir also zu, mit einem Zwinkern über die Schulter und bin mir ganz sicher, dass du mir früher oder später auch folgen wirst.

~+~

Enttäuscht lasse ich das angenehm warme Wasser über meinen Körper fließen. Du bist mir nicht gefolgt und auf eine kalte Dusche, die ich doch eigentlich viel nötiger hätte, habe ich gerade keinen Bock. Vorsichtig lasse ich das Duschgel in meine Hand fließen und verteile es anschließend sorgsam auf meinem Körper. Es hilft wohl nichts, ich muss wohl gleich selber Hand anlegen, wenn du schon nicht kommst.

Sanft gleitet meine Hand von meinem Bauch immer tiefer, bis sie schließlich meinen Scharmbereich erreicht hat und mein Glied umfasst. Während das heiße Wasser immer noch auf meinen Körper herab rieselt, versuche ich mir vorzustellen, wie es mit uns weiter gegangen wäre, wenn David uns nicht gestört hätte und meine Hand tut ihr Bestes, um mir diese Bilder auch möglichst nahe zu bringen. Mein Stöhnen hallt durch den Raum und genießerisch schließe ich die Augen, als sich plötzlich zwei kalte Hände auf meinen Schultern vernehme, von denen ich immer weiter bis hinten an die Fliesen gedrängt werde.

„Aber Bill, das muss du doch nicht selber machen“, Deine Stimme ist rau und entweder, du bist immer noch von vorhin so erregt, oder du hast mir schon eine Weile zugeschaut. Elender Lustmolch, dann hättest du auch gleich zu mir in die Dusche kommen können! „Dabei kann ich dir auch helfen.“

Ich öffne meine Augen, die ich immer noch geschlossen gehalten hatte und blicke dich direkt an. Du stehst ebenfalls nackt vor mir und über deine Haut perln inzwischen schon unzählige Wassertropen, die sich einen Weg über deine zarte und glatte Haupt bahnen, um einen Weg nach unten zu finden.

Einen Moment später spüre ich auch schon deine Lippen auf meinen und deine Hand, die meine vorsichtig von meinem Glied löst und sie mit seiner eigenen ersetzt. Erschrocken keuche ich in unseren Kuss, als sich deine kalte Hand um die empfindliche Haut meiner Erregung schließt und du beginnst, mich gekonnt zu verwöhnen, während du meine Lippen wieder in Beschlag nimmst.

„Dieses Mal läufst du nicht einfach weg!“ höre ich dich raunen und im selben Moment drückst du mich noch enger an die Wand. Meine Arme umschließen deinen Oberkörper und spielerisch streiche ich deinen Rücken hinab, lasse meine Hände schließlich auf deinem wohl geformten Hintern liegen.

„Gustav“, meins Stimme ist schwach, so sehr gebe ich mich dir hin „Gustav, wenn du so weiter machst, kann ich nicht mehr lange!“ Doch du hörst nicht auf. Dein Mund entfernt sich von dem Meinen und setzt kurz danach an meinem Hals an, küsst ihn, saugt und  leckt an ihm und nebenbei verstärkst du deine Bewegungen um mein Glied noch einmal.

Meine Augenlieder fangen an zu flattern und begleitend zu meinem Stöhnen drücke ich reflexartig meinen Rücken durch, als ich dem Höhepunkt immer näher komme. Ich lasse mich von dir leiten und stützen, als ich schließlich für einen kurzen Augenblick Sternchen sehe und mich dann in deine Hand ergieße.

Unkontrolliertes Keuchen kommt aus meinem Mund, während ich mich erschöpft nach hinten an die Wand lehne und die Augen schließe. Ich bin müde und das eindeutige Rufen meines Bettes erklingt in meinen Ohren, doch was ist mit dir? Was ist mit dir und deinen Bedürfnissen?

„Soll ich dir auch…?“ Träge öffne ich die Augen auf Halbmast und blicke dich fragend an, doch deine Antwort ist nur ein Lächeln begleitet von einem Kopfschütteln.

„Nein Bill, jetzt nicht, aber du schuldest mir noch was.“ Zwinkernd nimmst du die Brause der Dusche von ihrem Harken, spülst erst mich, dann dich einmal gründlich ab und begleitest mich schließlich aus der engen Kabine. Immer wieder fallen mir die Augen zu, während ich mich abtrockne und mit Mühe in eine neue Boxershorts schlüpfe. Dann setze ich mich auf den Klodeckel und warte darauf, dass auch du fertig wirst.

Der ganze Tag hat mich heute zu dieser Erschöpfung geführt, auch wenn den größten Teil bestimmt das Duschen ausgemacht hat, doch auch das Gespräch heute morgen und die Sache mit David haben bestimmt zu meiner völligen Müdigkeit dazu beigetragen. Meine Glieder fühlen sich steif und schwer an, und auch wenn mein Inneres noch immer beflügelt ist, kriege ich kaum mit, wie du mir aufhilfst und mit mir in Richtung Bett marschierst. Es ist zwar gar nicht so spät, doch ich brauche dringen diesen Schlaf und so lasse ich mich bereitwillig ins Bett legen.

Dein warmer Körper schmiegt sich an mich und mit der Hand erfühle ich deinen muskulösen Bauch, über den ich nur kurz hinweg streife, meine Hände auf deinen Rücken lege und dich noch weiter zu mir ziehe. Wäre ich ein Kater und könnte ich schnurren, hätte ich dies bestimmt beim Einschlafen noch getan, doch so wurde ich nur von deiner Wärme, deinem unvergleichlichen Geruch und deinem zärtlichen Streicheln ins Land der Träume begleitet.

Ich fühlte mich richtig wohl und ein schlechtes Gewissen habe ich auch noch nicht, obwohl du nicht auf deine Kosten gekommen warst. Dafür ist später noch Zeit und diesen Gefallen- diesen Ausgleich- wirst du früher oder später noch von mir zurückbekommen.

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