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Kapitel 45 (Tigerauge)

~Gustav Sicht~

Verlangend küsse ich Bill auf die einladenden Lippen und lecke lüstern nach mehr mit der Zunge über das geschwollene Paar, die sich mir voll und ganz hingeben. Wie sehr vermisste ich solche leidenschaftlichen und hungrigen Küsse, denn egal wie schön sanfte und zärtliche Küsse auch sind, braucht es ab und an eben mal die Art, die eindeutig auf eine ganz bestimmte Sache hinführen. Ja, ich möchte mit Bill jetzt auf der Stelle schlafen. Tom und Georg sind glücklicherweise weg, nur noch David lümmelt irgendwo hier in den Räumen rum und auch wenn dieser Unterschlupf nicht gerade groß ist und die Gefahr von ihm erwischt zu werden somit hoch ist, macht es mir nichts aus. Ich glaube kaum, dass er uns bespannen wird, eher dass er angeekelt das Weite sucht. Soll er machen was er will, mir egal. Für mich zählt nur das hier und jetzt.

Forsch umgreife ich den Saum seines T-Shirts und ziehe es mit einem Ruck über den Kopf. Für meinen Geschmack hat Bill noch deutlich zuviel an. Ohne länger zu zögern setze ich meine Lippen an Bills Hals an, beginne daran zu saugen und nehme zu meiner Befriedigung die betörenden Geräusche, die er dabei von sich gibt, auf. Nachdem ich finde lang genug die Stelle bearbeitet zu haben, stütze ich mich auf den Armen ein wenig ab und betrachte zufrieden den roten Mal der sich merklich, trotz braungebrannter Haut, abzeichnet.

„Glaubst du der Knutschfleck ist so eine gute Idee“, keucht Bill unter mir mit verklärtem Blick. „Da kann ihn jeder sehen und du weißt jede noch so kleine Auffälligkeit wird gleich an die große Glocke gehängt und kann uns in Schwierigkeiten bringen.“

Mürrisch rümpfe ich die Nase. Wie kann er nur jetzt an so etwas denken und damit drohen die schöne Stimmung zu zerstören.

„Scheiß drauf“, zische ich eine Spur zu giftig. „Von mir aus kann’s die ganze Welt wissen, dass du mir gehörst, dann lassen die ganzen Weiber wenigstens die Griffel von dir.“

Bill lacht unter mir auf.

„Hört, hört!“ jauchst er amüsiert. „Lass uns jetzt nicht daran denken.“

„Sag ich doch!“

Schnell drücke ich Bill einen harten Kuss auf. Die Gerüchte und Plagen sollen nicht in jeder Situation unsere Köpfe beherrschen, schon  zu sehr bestimmen sie unser Denken und gerade in solchen Momenten wie diese, sollen sie uns nicht noch zusätzlich zur Last fallen.

Bill scheint zu verstehen und reißt auch mir gleich darauf das Shirt vom Leib. So stürmisch gefällt mir Bill besonders, noch dazu, wenn seine Wangen einen unwiderstehlichen Rotschimmer haben. Wie konnten wir nur so viel Zeit zwischen unserem ersten Mal und jetzt verstreichen lassen? Na gut, die Häufung Aneinaderreibenden Ereignissen haben uns nicht wirklich eine Wahl gelassen. Jetzt, wo mich die Lust gepackt hat kann ich mir so eine lange Zeit gar nicht mehr vorstellen.

Aufstöhnend löse ich mich gezwungenermaßen von Bills Lippen, denn dieser hat seine Hand flink in meine Hose und unter meine Short schlüpfen lassen. Die zaghafte Berührung in meinem Schritt, macht mich fast wahnsinnig. Es fühlt sich unbeschreiblich gut an. Keuchend vergrabe ich mein Gesicht in Bills Halsbeuge und genieße diese berauschenden Gefühle einfach nur, wobei meine Beine gefährlich anfangen zu zittern. Ich glaub heute kann ich nicht mit so viel Standhaftigkeit dienen. Der Druck hat sich mit der Zeit ganz schön angestaut und der Anblick vom aufreizenden Bill bringt mich ebenso rasend schnell meinem Höhepunkt näher.

„Bill“, stöhne ich ihm tief ins Ohr. „Hör auf ich kann nicht mehr lange.“

Bill fängt an zu kichern, was seinen Brustkorb zum vibrieren bringt. Es kitzelt in meinem Ohr. Leicht beschämt vergrabe ich mein Gesicht noch tiefer in Bills Halsbeuge, nachdem er von meiner unteren Region abgelassen hat. Man, es ist noch so neu und ungewohnt über solche Intimen Details mit Bill zu sprechen, da macht er es mir nicht gerade leicht, wenn er dabei auch noch lacht. Sanft streicht eine Hand über meinen Rücken und beruhigt mich wieder halbwegs.

„Geht’s wieder?“, fragt Bill halblaut und auch wenn ich ihm nicht ins Gesicht sehe, spüre ich deutlich das überdimensionale Grinsen auf seinen Lippen. Brummend löse ich mich ein wenig aus meinen Versteck. Spielerisch lasse ich meine Zunge hinter das Ohr meines Freundes gleiten, wofür ich sofort ein unterdrücktes Keuchen ernte. Der angenehme Geruch seiner Haare steigt mir in die Nase. Ich lasse nachdrücklich meine Nase durch die lange Mähne fahren, was mich wie von einem Blitz getroffen zu einem wichtigen Gedanken kommen läst.

„Bill?“

Ich erhalte ein unzufriedenes Brummen, beiläufig zwirbelt er mit den Fingern meine rechte Brustwarze. Er macht es mir nicht gerade leicht mich auf mein Anliegen zu konzentrieren.

„Wir haben hier überhaupt kein Gleitgel, geschweige denn ein Kondom."

Wieder schleicht sich die Schamröte auf meine Wangen, wofür ich mich verfluchen könnte. Bill lächelt mich sanft an.

„Wir brauchen kein Gleitmittel und auch kein Kondom, oder hast du irgendeine Geschlechtskrankheit wovon ich nichts weiß?“ Perplex schüttle ich den Kopf. „Na siehst du, ich auch nicht, also ist alles geklärt.“

Zwei Arme schlingen sich um meinen Nacken und ziehen mich zu einem Kuss herunter. Bestimmt löse ich mich etwas schwerfällig aus diesem Griff. Ich weiß, wir sind beim ersten Mal auch ganz gut ohne Geltmittel klar gekommen und haben stattdessen genügend Speichel benutzt, doch so verantwortungslos möchte ich kein zweites Mal handeln. Auch wenn ich selbst nicht weiß wie es sich anfühlt von hinten genommen zu werden, kann ich mir vorstellen, das es für Ungeübte  relativ schmerzlich ist, da der Muskelring noch nicht dafür geübt ist und Bill unnötige Schmerzen zu zufügen möchte ich verhindern.

„Ich will dir nicht wehtun“, erläutere ich meine Bedenken kleinlaut und auch dieses Mal vermeide ich den direkten Blickkontakt.

Seufzend fährt sich Bill fahrig übers Gesicht.

„Beim ersten Mal haben wir auch keins gebraucht und da hast du mir auch nicht wehgetan.“

Mit einem Schlag fällt die prickelnde Stimmung ein Stock tiefer. Wir waren nach dem ersten Mal so abgeleckt, auch den Tag danach, dass ich Bill nicht ein einziges Mal fragte wie es ihm bzw. seinem Gesäß geht. Ich wette, auch wenn es ihm nicht so wehgetan hat wie ein üblicher Schmerz, konnte er gewiss die erste Zeit nicht richtig laufen, noch weniger sitzen. So leichtsinnig möchte ich nicht wieder sein. Vielleicht mag Bill der Typ sein, der es härter mag und ich hab auch nichts gegen wilden Sex einzuwenden, aber wehtun ist eine andere Sache. Meine Gedanken sind für die Stimmung relativ unangebracht.

„Wir müssen es ja nicht noch einmal herausfordern“, erwidere ich nur noch halb so erregt wie zuvor. Verstimmt setze ich mich in die senkrechte und lasse einen unbefriedigten Bill liegen, der sich jedoch ebenfalls nach kurzem seufzen aufsetzt. Warum kann ich den Moment nicht einfach auskosten, nein, ich Idiot zerstöre mal wieder die schöne  Stimmung. Aber sind meine Bedenken nicht gerecht? Ich habe so wenig Erfahrung mit dem Sex mit einem Mann, da kann es passieren, dass ich ihm dabei Schmerzen zufüge.

„Gustav, du hört sofort auf darüber nachzudenken“, mahnt Bill ungeduldig. „Schalte einfach mal ab.“

Kurz bewegt sich die Couch unter mir und ich setzte bereits zur Gegenantwort an, doch zu meiner Überraschung habe ich plötzlich Bill breitbeinig auf meinem Schoß sitzen. Ohne Vorwarnung beschlagnahmt er meine Lippen, um mir keine Chance für Widerworte zu lassen. Kaum zu glauben, aber allein der unglaubliche Kuss, die erkundungsfreudigen Hände - die überall gleichzeitig zu sein schein - erregen mich so schnell, dass die abgeflaute Erregung wieder aufsteigt. Meine Gehirnzellen scheinen vorerst ihren Dienst zu quittieren und meiner Gefühlswelt Platz zu machen.

In den Kuss hineinstöhnend mache ich mich an Bills Hose zu schaffen, indem ich sie etwas nach unten schiebe und sein halbsteifes Geschlecht befreie. Bill beginnt sich aufreizend mit kreisenden Bewegenen auf meinen Schoß zu bewegen und ich verwöhne sein Glied mit der Hand. Nachdrücklich fängt er an seine Hüfte zu bewegen und unmissverständlich Reibungsenergie zu erzeugen, um mich um den Verstand zu bringen. Hauchzart küsse ich erst Bills Nase, Augenlieder, Wangen, wechsle dann zur Stirn, hinab zur Schläfe, über die Kinnpartie und dann zum Mund, der leicht geöffnet ist. Bill keucht immer schwerer, stützt seine Stirn gegen meine und streicht dabei fahrig über meine Brust.

„Könnt ihr das nicht in euerem Zimmer machen.“

Die Worte lassen mich zusammenfahren und mich in meiner Tat innehalten. Ein Blick über Bills Schulter zeigt mir leider, dass David im Raum steht und ziemlich geschockt zu uns starrt. Ein Glück sind unsere freigelegten Intimzonen in dieser Perspektive für unseren Produzenten einigermaßen verdeckt. Kurz nur wendet Bill seinen hoch roten Kopf nach hinten, um sehen zu können wer uns da stört. Er  dreht ihn jedoch sofort wieder zurück, greift nach einen der Kissen auf der Couch und presst ihn zwischen uns. Peinlich berührt vergräbt er sein erhitztes Gesicht in meiner Halsbeuge. Genervt seufzend werfe ich David einen warnenden Blick zu. Wehe er sagt etwas falsche und wie kann er uns nur ausgerechnet jetzt stören? Hätte er nicht wie viele anderen sich einfach nur wieder abwenden können und uns machen lassen. Ich könnte fast im Erdboden versinken, aber ich gebe mich nach Außen gefasst.

„Ist was?“, knurre ich säuerlich und  mache mich unauffällig daran Bills erregtes Glied wieder in der Hose zu verstauen. Dieser bewegt sich kein Millimeter und bringt auch kein einziges Wort heraus.

Ich glaub, das Beste wäre sich ein Zimmer in irgendeinem Hotel zu nehmen, wenn wir ungestörten Sex haben möchten. Beim ersten Mal werden wir beobachtet und sogar fotografiert und nun in der Aufwärmphase gestört.

„Glaub mir, ich wollte euch ganz sicher nicht dabei zu schauen“, giftet David zurück und verzieht angeekelt das Gesicht.

„Dann kannst du auch wieder verschwinden.“

Seit David von uns Beiden weiß zeigt er oft zu deutlich was er von unserer Beziehung hält, nämlich gar nichts. Mich macht es schlicht und einfach stink wütend. Wenn er sich damit nicht anfreunden kann ist es sein Problem, aber er soll es nicht an uns auslassen.

"Red nicht so mit mir“, zischt unser Produzent und formt seine Lippen zu einem weißen, blutleeren  Strich.

„Ich red wie ich will“, keife ich darauf. „Du hast ein Problem mit uns stimmts? Find dich damit ab und spar dir seinen verachtenden Unterton.“

Wütend spannet sich jede Faser meines Körper bis zum zerreißen an. Bills Hände legen sich fest gegen meine Brust, als ich bereits in Anbetracht war aufzustehen.

„Lass es Gustav“, flüstert er mir zu.

„Macht doch was ihr wollt“, murrt David und verläst ein Glück das Wohnzimmer. Hätte er irgendetwas Falsches gesagt, wären mir die Sicherungen durchgebrannt, das kann ich garantieren. Seit einigen Tagen bin ich schon extrem Angespannt und jede noch so kleine Sache bringt mich auf die Palme.

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