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Kapitel 23 (Tigerauge)

~Gustavs Sicht~

Zusammen…zusammen…zusammen…zusammen…wir sind wirklich zusammen?! Ich kann’s nicht wirklich glauben. Immerhin sah es heute Morgen noch  so aus, als würde es etwa hundert Jahre dauern bis es jemals dazu käme und jetzt…jetzt sind wir einfach zusammen. Ein Lächeln huscht mir über die Lippen. Es ist so komisch…

Schnarch...Herr Gott ist das langweilig. Hier oben im Zimmer liegen bleiben und nichts tun, obwohl es draußen herrliches Wetter ist. Wobei…das Wetter bzw. die Sonne ist ja an meinem jetzigen Zustand schuld. Böse, böse Sonne. Gustav du Spinner, ich werde allmählich verrückt. Wie lang liege ich hier den eigentlich schon? Ich glaub zwei Tage, ja das müsste hinhauen. In vier Tagen ist unser Urlaub vorbei und ich hoffe ich erlebe davon noch etwas.

Klopf, klopf…
Unkontrolliert muss ich breit grinsen, was wohl eher bekloppt aussieht, aber ich bin eben glücklich. Ich tapse schwerfellig zur Tür hinüber. Uff ich werde alt. Freudig öffne ich diese und ein ebenso bekloppt grinsender Bill steht dort.
Ein schüchternen „Hi“ kommt aus seinen wunderbar geformten Lippen. Wie süß er doch ist, wenn er so schüchtern wirkt, aber ich kenne ihn wirklich gut genug um sagen zu können er ist nicht immer so schüchtern wie er tut. Gierig zieh eich ihn an mich um sogleich meine Lippen auf die seine zu legen. Man fühlt das sich schön an. Du hast solch weiche Lippen…

Ein Räuspern an der Tür reißt uns aus unserer Welt und läst uns in die Realität zurückkehren. Über deine Schulter hinweg erkenne ich zwei dämlich Grinsende Bandmitglieder. „Sollen wir später wieder kommen“ fragt uns Georg und Tom setzt ein zwinkern hinzu. Deppen…
Mit einer Handbewegung machen wir ihnen klar sie sollen eintreten und sich hinsetzten.
„Ich glaub ihr könnt euch schon denken was wir euch mitteilen wollen“ grinste Bill verlegen und schenkte mir einen zuckersüßen Blick.
„Wir können es uns schon denken“ antwortet Georg und Tom läst auch nicht lange auf sich warten, „Mein Bruder ist endlich unter der Haube“
„Hey wir wollen ja nicht gleich heiraten“ protestierte Bill und Tom fand das nur zum lachen.
„Ihr seid also wirklich zusammen?“ erkundigte sich Georg, was ich nur mit einem freudigen nicken erwidere. „Endlich muss ich das Gejammer von Bill net mehr Mitanhören“ giggelte Tom und du findest das nicht wirklich zum lachen und verziehst ärgerlich dein Gesicht.
Da du mir anders besser gefällst, drehe ich dein Kinn zu mir, damit du mir in die Augen schauen kannst und gebe dir einen flüchtigen Kuss.
Die Blicke der anderen Zwei brennten förmlich auf uns, was leicht unangenehm ist, aber es ist für sie ebenso komisch wie auch für uns. Wir werden uns schon noch dran gewöhnen.

„Wir gehen jetzt runter zum Strand, Bill willst du mitkommen“ schreit Tom durch die Gänge bis es schließlich bei mir und Bill ankommt. Du schaust mich fragend an und ich nicke. „Geh nur, hab dein spaß“ antworte ich auf deinen Gesichtsausdruck. „Bist du dir sicher“ fragst du skeptisch und ich lächle dich an. „ja“ hauche ich und gebe dir einen leidenschaftlichen Kuss. Ich könnte mich dran gewöhnen…
Skeptisch erhebst du dich und verläst mein Zimmer. Seufzend lasse ich mich zurück in die Kissen sinken. Wie gern würde ich jetzt auch an den Strand, na ja morgen wieder. Der Arzt meinte ja nur drei Tage und heute ist der letzte Tag.

Weiß…weiß…weiß…um Himmelswillen müssen alles Wände, einfach alles in diesem Zimmer weiß sein. Wären wenigstens ein paar Farben hier, aber nein…man wird blöd bei all dem Weiß. Gereizt erhebe ich mich aus dem großen Bett und schlürfe ins Bad. Entschließe erstmal eine schöne kalte Dusche zu nehmen. Das Wasser prasselt auf meinen Körper hinab und läst mir die Nackenhaare zu berge stehen. Eine schöne kalte Dusche ist doch wirklich das Beste. Da wird man so richtig wach. Nachdem ich mich angezogen und etwas zu Recht gemacht habe, entschließe ich etwas runter in de Lobby zu gehen.  Unten entdecke ich einen schönen Raum. Das Innere des Raumes ist nicht wie üblich ganz normal viereckig, nein es ist vollkommen rund. Man kommt sich vor wie in einer Kugel. Die Wände sind in weiß und rot gestrichen. Sinnlich und beruhigend. Die Tische stehen ebenfalls kreisförmig auf den ganzen Raum verteilt. Wie konnte ich diesen Raum nur bisher übersehen? Na ja ich konnte ja nicht viel aus meinem Zimmer und wenn ich es doch mal wagte, schickte mich gleich jemand wieder zurück, aber da jetzt alle am Strand sind, kann ich ganz gemütlich aus meinem Loch kommen und das Hotel etwas erkundschaften. Gleich auf abhieb ein Treffer. Immer noch bewundernd nehme ich auf einen der unzähligen Couches platz und muss abermals staunen. Links neben mir befindet sich ein Fenster und es ermöglich mir einen wunderschönen Blick aufs Meer hinaus. Einfach traumhaft…

So in Gedanken versunken lasse ich alles review passieren. Wie sehr sich mein leben doch geändert hat. Nicht in der Kariere oder in der Familie, nein in der Liebe. Bis jetzt hatte ich immer nur kurze Beziehungen, da es nie die Richtige war, aber vielleicht ist es jetzt “der Richtige“
„Ist hier noch frei?“ erklingt eine weibliche Stimme vor mir. Eine junge Frau ich schätze sie auf anfang 20, lange blonde Haare, bleiche Haut, und grüne strahlende Augen.
„Ja“ antworte ich und sie setzte sich auf die Couch gegenüber von mir. Beide Couches sind an einem Tisch gestellt.
„Ich kenne dich“ meint die junge Frau schließlich und lächelt schüchtern. „Ach und woher?“ erkundigt ich mich. „Ich komme aus Deutschland und mache hier Urlaub. Du bist der Drummer von Tokio Hotel. Ich mag eure Musik“
Ein kleines Grinsen huscht mir über die Lippen. Klar sie spricht ja auch Deutsch, da hätte ich es mir auch denken können. „Wie heißen sie oder darf ich du sagen?“  „Kannst ruhig du zu mir sagen, da komme ich mir nicht so alt vor. Mein Name ist Mia“ antwortet diese schüchtern. Ihre schüchterne Art und ihr normales verhalten finde ich attraktiv. Bedauerlicher weise muss ich es eingestehen. Klar ich liebe Bill, aber es ist ja kein verbrechen jemanden anderen attraktiv zu finden.

„Macht ihr alle vier hier Urlaub oder nur du?“ reißt Mia mich aus meinen Gedanken.
„Äh…alle vier“ „Und warum sitzt du dann hier so alleine?“ Neugierig schaut sie mich an und …die Art wie so redet…ich glaube sie flirtet hier mit mir. Meinetwegen, gegen flirten ist ebenfalls nichts einzuwenden. Wir müssen uns ja so normal wie möglich benehme, nicht das noch jemand verdacht schöpft. „Unten am Strand. Mir wurde Bettruhe verschrieben“
„Wieso das denn?“ „Na ja die Sonne hat mir schwer zu schaffen gemacht, aber ein glück st das vorbei“
Es vergehen Stunden die wir zwei hier gemeinsam verbringen. Reden, lachen und einfach spaß haben. Man kann sich wirklich gut mit Mia unterhalten. Sie ist nicht wie so viele Fans. Sie ist bodenständig und ganz einfach sie selbst.

Gegen 21 Uhr überkommt mich die Müdigkeit. Mia und ich haben hier gemeinsam zu Abend gegessen. Bis jetzt habe ich noch keinen der Drei gesehen. Vielleicht haben sie mich auch nicht entdeckt und suchen mich. Anscheint habe ich mir zu viel zu getraut, dacht ich sei wieder vollkommen gesund. Ich sollte langsam anfangen und es nicht gleich überstürzen.
„Mia tut mir leid aber ich sollte mich wieder hinlegen ich fühle mich nicht besonders“
„Ja klar keine sorge. Deine Gesundheit geht vor.“ Bei dieser Aussage muss ich unwillkürlich Grinsen was ihr auch nicht entgeht und sie ebenfalls grinsen muss.
„Also dann gute Nacht man sich ja vielleicht hier mal wieder“
„Bestimmt“ erwidere ich und mache mich auf den Weg in mein Zimmer. Oben angekommen treffe ich auf die drei verlorenen Bandmitglieder und sie schauen mich verdutzt an, als ich aus dem Aufzug steige.
„Wo kommst du denn her?“ fragt mich Georg abrupt. „Wenn ihr euren Spaß habt warum darf ich dann nicht auch spaß haben“ grinse ich und hinterlasse zwei ziemlich fragende Gesichter und begebe mich zu dir. Ich habe dich schon vermisst, doch mehr als einen flüchtigen Kuss bekomme ich von dir nicht. Perplex schaue ich dich an. Habe ich was falsch gemacht? „Was ist?“ frage ich und folge dir in dein Zimmer.
„Gustav sei mir nicht böse, aber das ganze Schwimmen hat mir echt die letzten Kräfte geraubt und ich will nur noch ins Bett und pennen“ erwiderst du, drückst mich sanft aus der Tür, gibst mir noch einen flüchtigen Kuss und schwups ist die Tür vor meiner Nase zu. Na schön wenn du müde bist, kann’s zwar nicht verstehen warum du so komisch drauf bist, aber egal. Ohne weiter drüber nachzudenken gehe ich in mein Zimmer und mache mich bettfertig.

Gegen 23 Uhr liege ich immer noch wach im Bett und eigentlich fühle ich mich wieder richtig fit. So viel schlaf wie ich in den drei Tagen hatte, war wirklich mehr als genug. Kurzerhand entschließe ich mich an den Strand zu gehen. Ich nehme mir ein großes Handtuch, ziehe mir was an und tapse leise aus dem Hotel. Eine warme und angenehme Meeresbrise kommt mir sogleich entgegen und reflexartig schließe ich meine Augen und atme einmal tief durch.
Nach einem kurzen Spaziergang finde ich ein perfektes Plätzchen, an dem man ungestört sein kann und lege sogleich mein Handtuch breit und platziere mich gemütlich darauf. Ein wunderschöner Himmel zeigt sich mir, bestückt mit wunderschönen hellen Sternen. Ich könnte darin versinken. Das Rauschen des Meeres…einfach romantisch.
Am Himmel macht sich ein besonders erhellender Stern erkenntlich. Er stahl so hell, sodass er den Eindruck erweckt, er versuche mit aller Macht gesehen zu werden.
„Der strahlt besonders hell“ erklingt eine sanfte Stimme hinter mir und ich zucke erschrocken zusammen, doch erwidere mit einem „Ja“
„Was machst du hier?“ fragst du mich schließlich und nimmst neben mir auf dem Handtuch platz. Der Wind läst dein Haar leicht wehen und du schlißest wie ich eben genüsslich die Augen und atmest den bezaubernden Meeresduft ein. Ungeschminkt siehst du viel besser aus, habe ich dir das eigentlich je gesagt?
„Ich konnte nicht schlafen“ erwidere ich etwas später auf deine Antwort und blicke auf das offene Meer hinaus.“ Und du?“
„Hmm…ich wollte zu dir aber warst nicht in dein Zimmer und dann habe mich auf die suche nach dir gemacht“
„Jetzt hast du mich ja gefunden“
Die Atmosphäre ist so wunderschön das wir einfach still da sitzen und nach vorne blicken.

"Wer war die Frau bei dir?“ unterbrichst du irgendwann die Stille, aber wendest deinen Blick nicht ab. Verwundert schaue ich dich an und ziehe eine Augenbraue hoch. Habe ich da einen leichten Unterton erhört?!
„Eifersüchtig“ frage ich und kann mir ein verschmitztes grinsen nicht verkneifen. Es ist nicht sehr hell hier, nur der Vollmond am Himmel spendet Licht, wobei man dennoch sehr viel sehen kann. Beim genaueren hinsehen erkenne ich ebenfalls ein kleines Lächeln auf deinen Lippen. Ich verkleinere unseren Sitzabstand und komme dir ganz nahe. Ich kann deine Wärme spüren und deinen Atem hören. „Musst du nicht“ hauche ich dir ins Ohr und fange sanft an deinen Hals zu küssen. Du hast nichts dagegen und läst mich gewähren, bis du dich schließlich zu mir umdrehst und meinen Mund in beschlagnahm nimmst. Aus einen zarten Kuss wird ein leidenschaftlich und kurze Zeit später kommen die Zungen ins spiel. Es ist so ungewohnt deine Zunge zu spüren, aber es breitet ein enormes Glücksgefühl in mir aus.
Langsam und dezent drücke ich dich auf das Handtuch und du läst es ohne Widerworte zu. Jetzt liegst du auf dem Handtuch, ich stütze mich mit der rechten Hand neben dir ab und wir unterbrechen in der Zeit keine Sekunde den Kuss. Behut streichele ich dir über die Wange und spüre wie warm sie ist. Nach für mich endlos vorkommend langem Kuss, löse ich ihn und küsse deinen Hals abwärts. Ein leises stöhnen vernehmen meine Ohren, was mich grinsen läst. Nie hätte ich für möglich gehalten dir solch einen Ton entlocken zu können.  Ich gehe zu deinem Ohrläppchen und knabbere leicht daran und währenddessen fährt meine Hand unter dein Shirt. Ich spüre deinen warmen Köper. Gehe aufwärts und spüre dein schnell schlagendes Herz. Meine Hand bahnt sich den Weg wieder nach unten, doch als ich an deinem Hosenbund ankomme, hält deine Hand meine davon ab weiter zu gehen. Perplex sehe ich dir tief in die wunderschönen braunen Augen, die endlos tief scheinen.
„Gustav was wird das?“ fragst du mich verblüfft. Seine wärme ist so angenehm. Ihn zu spüren so pulsierend und ihn zu haben so vollkommen.
Sachte senke ich meinen Kopf und mache an deinem Ohr halt.

„Schlaf mit mir…“ keuche ich mit beschleunigtem Atem…
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