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Kapitel 21(Tigerauge)

 ~Gustavs Sicht~

Oh mein Gott, was ist bloß in mich gefahren? Wie konnte ich auf Georgs blöden Kusstest eingehen?! Und was für eine blöde Ausrede meinerseits. ~Es ist nur ein Test~ klar diesmal ist es keine Lüge wie in der Höhle, dennoch kann ich dies nicht zweimal sagen. So schnell wie du den Kuss unterbrochen hast, konnte ich mich nicht mal auf meine Gefühle konzentrieren. Hab ich tiefgründigere Gefühle für dich oder nicht? Die Idee war einfach schwachsinnig und ich habe mich dazu leiten lassen ich Idiot. Deine Wut auf mich und meine Tests ist berechtigt, doch…moment mal…hab ich mich eben verhört? Ich muss mich verhört haben, denn es kann nicht die Realität gewesen sein…oder doch…? In deiner ganzen Wut hast du was Herausragendes erwähnt. Sogar etwas sehr wichtiges. Ver…verliebt in mich? Du in mich. Bill Kaulitz in Gustav Schäfer, eine männliche Person in eine andere männliche Person, der Sänger in den Drummer, der…halt…Stopp…aus Hirn ich hab’s langsam verstanden, dennoch kann ich es nicht glauben.

Du stehst dort total außer Atem und selbst überrascht über deine Worte. Jetzt wird mir einiges klar. Deshalb benahmst du dich in den letzten Wochen so eigenartig, deshalb nahmst du Tom immer als Schutz oder Ausrede, deshalb warst du so traurig als ich sagte der Vorfall im Tunnel sei nur ein Test gewesen, deswegen bist du jetzt so wütend.
„Bill…ich äh-„ total aus der Bahn geworfen versuche ich mit dieser seltsamen Situation klar zu kommen. Eine Lösung zu finden, doch du hinderst mich ehe ich überhaupt etwas zustande bekomme.
„Sag nichts ich hab verstanden“ Ohne auf meine Antwort zu warten, läufst du Richtung Tür und öffnest diese, doch ehe du hinaus laufen kannst, komme ich dir dazwischen und knalle die Tür vor dir zu.
„Was soll das?“ protestierst du. Wieder mal wird mir schwindelig, doch diesmal wird es nicht die Oberhand gewinnen, diesmal nicht.
„Was hast du verstanden? Bill was?“ frage ich einem lauterem Ton und du schaust ziemlich überrascht.
„Ich…ich…“diesmal bist du der nicht weiß was du sagen soll, sodass ich wieder das Wort ergreife.
„Glaubst du wirklich zu wissen was in mir vorgeht. Glaubst du der Einzige zu sein, der Leidet. Du weißt nicht wie es mir in letzter Zeit geht. Du weißt nicht wie mich meine Gefühle plagen. Bill der erste Kuss war kein Test. Ich wollte es, aber war zu feige es zuzugeben, doch das eben war wirklich ein Test um mir meiner Gefühle klar zu werden…und…und jetzt ist mir schwindelig“ beende ich vorerst meine Offenbarung, da ich mich fast nicht mehr auf den Beinen halten kann und setzte mich erschöpft aufs Bett. Ich kann nicht fassen was ich eben sagte. Hab ich all das im ernst gesagt?! Versuchend das Schwindelgefühl zu besiegen, warte ich ebenfalls auf deine Reaktion bzw. Antwort. „Wie meinst du das?“ erwachst du Minuten später aus deiner Starre und drehst dich zu mir um. Die befürchtete Frage ist eingetroffen. Soll ich weiterhin so offen sein, soll ich sagen das ich mich vielleicht auch in dich verliebt habe oder behaupte ich einfach der Test sei negativ ausgegangen, im Sinne ich spüre nichts für dich? Man bewegen sich die Gegenstände im Zimmer flott.
Bei solch einem wichtigen Thema und vielleicht ebenso wichtigem Schritt im Leben, macht meine Körper schlapp. Müssen all die wichtigen Fragen kommen, wenn ich „krank“ bin!!

Die ersten Sonnenstrahlen scheinen zum Fenster herein und füllen das Zimmer mit ihren warmen Schimmer.
„Bill was fühlst du?“ frage ich leise und schaue dich mit leerem Blick an.
„Was…das wollte ich von dir wissen?“ erwiderst du überrempelt und dennoch böse.
„Ich weiß nicht was ich fühle. Momentan ist eine Gefühlswelt das reinste Chaos und deswegen will ich wissen was du fühlst, damit ich alles etwas ordnen kann-“
„…damit du einen Rückzieher machen kannst, wenn dir meine Antwort nicht gefällt…“ schnaubst du wütend und ehe ich mich versehe reißt du die Tür auf.
„Nein, so war das nicht gemeint?“ rufe ich noch nach, doch es ist zu spät. Mit dem lauten Türknall bist du aus dem Zimmer.
Seufzend lasse ich mich aufs Bett fallen. Besitze nicht die Kraft dir jetzt zu folgen, das müssen wir verschieben. Ein Blick auf die Uhr verrät mir das es 6 Uhr in der Frühe ist. Wunderschönes Wetter und ich muss im Bett liegen bleiben. Dann versuche ich wenigstens noch etwas zu schlafen, wobei ich nicht weiß ob ich jetzt noch schlafen kann.

*peng*


Schnurstracks sitze ich kerzengrade im Bett und muss mich erstmal ordnen. Die Wanduhr zeigt 12 Uhr am Mittag an. Was so lange habe ich noch geschlafen?
Verschlafen reibe ich mir meine Augen und gähne herzhaft. Wider ein Geräusch, doch diesmal ein klopfen. Nervös fangen meine Hände an zu schwitzen. Bist du es? Bist du gekommen um alles zu klären oder mir irgendwelche Vorwürfe zu machen? „GUSTAV“ na gut zu früh gefreut bzw. gefürchtete. Die Stimme gehört eindeutig zu Georg und seiner Art zu klopfen zu urteilen, ist er gereizt. Das war also das Geräusch, das mich aus dem Schlaf riss. Was will er hier? Langsam habe ich es satt zu reden, es kommt eh nie was Gutes bei raus.
Schleppend gehe ich zur Tür und kaum ist diese geöffnet stürmt Georg ins Zimmer und hätte mich fast zu Boden geworfen.
„Morgen, was gibt’s?“ begrüße ich ihn und gähne abermals. „Morgen? Wir haben schon Mittag falls du es bemerkt hast?“ erwidert er und zieht dabei eine Augenbraue hoch.
„Jaja, dann eben guten Mittag“ winke ich seine Bemerkung ab und schleppe mich ins Bad.
„Weißt du was mit Bill los ist, er kommt nicht aus seinem Zimmer und will auch mit keinem reden“ fragt Georg und abrupt bleibe ich stehen.
„Du weißt doch was Gustav“ meint Georg und tritt zu meiner rechten, „na klar weißt du was, also was ist passiert?“
Scheiße warum kann ich so etwas nicht verbergen? Warum durchschaut mich Georg immer wieder? Zu Boden schauend drehe ich mich zu ihm.
„Sag schon“ bohrt er nach. Der Gute kann wohl net abwarten.
„Na ja Bill war heute Morgen kurz hier und….“ Ich erzählte Georg alles, was vor genau sechs Stunden hier in diesem Zimmer geschah. Er hörte genau zu  und wusste nicht so recht ob er entsetzt darüber sein sollte oder ehe froh das ich diesen Test machte.
„…und nur wegen dem bescheuertem Test“ meine ich angepisst und laufe im Zimmer auf und ab.
„Ach komm schon irgendetwas muss doch dabei raus gekommen sein. Na was hast du Gefühlt“
„Gefühlt…das fragst du noch. Ich hab keine Ahnung, das ging ja leider voll daneben. Wie konnte ich auch glauben, dass Bill dabei mitmacht“ schnaube ich und laufe noch wilder durch das Zimmer.
„Aber er hat ja zugegeben das er in dich verlieb ist und wenn du in ihn ist doch alles perfekt“
„Alles perfekt, pf, stell dir mich und Bill zusammen vor, das ist doch absurd.“
„Fang jetzt nicht damit an und außerdem setzt dich hin du sollst nicht so viel laufen“ erwidert Georg und ermahnt mich. Schnaubend lasse ich mich auf die Bettkante nieder und vergrabe mein Gesicht in meinen Händen. Warum muss es so kompliziert sein, warum kann ich mich nicht einfach in eine weibliche Person verlieben und nicht in Bill. Was denk ich da. Bin ich doch in Bill verliebt und versuche es nur mit aller macht zu verdrängen? Ja, ich versuche es zu verdrängen. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen.
„Red noch mal mit ihm…“

Jetzt steh ich hier. Hier im Flur und keine fünf Meter von Bills Zimmertür entfernt. Wie konnte ich mich mal wieder von Georg dazu leiten lasen mit dir zu reden. Es wäre doch einfacher dich nicht mehr auf das Thema anzusprechen bis Gras über die ganze Sache gewachsen ist. Gustav, was für ne bescheuerte Idee von dir. Das würde eh nicht klappen und außerdem kann ich dir das nicht antun. Dem Anschein nach habe ich dir schon genug wehgetan ohne es zu wissen und zu wollen, was mir sehr leit tut. Ich konnte es ja nicht ahnen, wobei wenn ich besser hingeschaut hätte vielleicht schon, doch du bist so gut darin deine Gefühle zu verbergen und ich bin so gut darin meine Gefühle nicht wahr zu nehmen.
Hätte ich viel früher mit Georg oder sonst jemanden darüber geredet, dann wäre uns eventuell viel leid erspart geblieben und vielleicht auch der Sonnenstich? Könnte es sein, ihr wolltet den Urlaub nur, damit wir etwas abstand gewinnen und du dich sozusagen entlieben kannst? Ja, das könnte zutreffen und deswegen tatet ihr beiden auch so geheimnisvoll bei David.

Pling…der Aufzug hält in dieser Etage und die Türen gehen hinter mir auf. Jemand neues hat hier eingecheckt und deren Koffer werden gerade von den Bediensteten ins Zimmer gebracht.
„Dürfte ich mal bitte vorbei“ bittet einer der Kofferträger mich und wie in Trance gehe ich einen Schritt zur Seite. Hmm…der neue Gast hat genau das Zimmer neben dir bekommen.
Am anderen Ende des Flures ist das Fenster geöffnet und immer wenn die Aufzugstür auf geht, kommt ein angenehmer warmer Windhauch den Flur entlang. Einmal tief durchatmen und auf geht’s. Schritt für Schritt.
„Gustav? Was machst du hier im Flur, du solltest im Bett liegen?“ taucht eine Stimme hinter mir auf und ich zucke erschrocken zusammen. Einen kurzen Blick nach hinten und da steht David. Seine Arme in die Seiten gestämt und mich ermahnend anblickend. „ich…äh…ich wollte nur….äh…“
„Du willst gar nichts, sonder musst dich ins Bett legen, damit du wieder gesund wirst. Ehe euer Urlaub zu ende ist musst du wieder gesund sein, also…hop...i…“ ehe David seinen Satz zu ende sprechen konnte. wurde er vom klingeln seine Handys unterbrochen. Nach kurzem suchen in seiner Hosentasche, findet er es und gehet dran. Ein Glück…langsam bewegt er sich Richtung Aufzug, der sich gerade vor seiner Nase öffnet. „Und du gehst ins Bett“ ruft er mir noch schnell zu, ehe sich die Türen vor ihm schließen. Jaja, ins Bett, ich hab jetzt was Wichtigeres zu erledigen.

Der zweite Versuch. Nun stehe ich direkt vor deiner Tür und habe das Gefühl du würdest schon genau vor mir stehen. Mein Herz fängt an wie wild zu klopfen und meine Hände an zu schwitzen. Herr Gott bin ich nervös. Es ist doch nur reden…
Nach meinem klopfen kam erst nix, doch nachdem ich zu dir rief habe das ich es bin, vernehmen meine Ohren laute Schritte, die aus deinem Zimmer kommen.

Nun stehen wir uns gegenüber. Du schaust mich böse an was mich schwer schlucken läst. Nur reden…von wegen. So wie du vor mir stehst, kann ich mich nicht halten. Stürme zu dir und lege meine Lippen auf die deine. Egal wie komisch es auch ist eine männliche Person zu küssen, ich kann nicht anders. Im Kuss drücke ich dich weiter ins Zimmer, somit ich die Tür mit meinem Fuß zu stoßen kann…
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